EWE Wärme+ Ratgeber: Lesen Sie Wissenswertes zum Thema Heizung.

Wärme+ Ratgeber: Förderung für die Heizung finden

So finden Sie die richtige Förderung für Ihre Heizung.

Autor: 
EWE Warme+ Redaktion
20.08.2021

Finden Sie die richtige Förderung für Ihre Heizung

Eine neue Heizung spart Energie, Kosten für Energieträger sowie Reparatur und Wartung. Doch obwohl sie sich meist recht schnell amortisiert, bleibt die Anschaffung eine finanzielle Herausforderung – besonders wenn zusätzliche Technik zur Einbindung erneuerbarer Energien notwendig wird. Um die Haushalte zu unterstützen, gibt es Förderungen und Kredite, die für energiesparende Heizungsanlagen vergeben werden. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Förderprogramme der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und deren "KfW-Förderung" und "BAFA-Förderung", über die Anforderungen sowie Wissenswerte zu möglichen Zuschüssen.

Lohnt sich die Förderung einer Heizung?

Trotz Förderung und Krediten bleibt die Erneuerung der Heizungsanlage kostspielig – Kredite wollen zurückgezahlt werden, Förderungen übernehmen nur Teile der Kosten. Wann sich die Modernisierung der Heizungsanlage lohnt, erklären wir Ihnen im Ratgeber-Beitrag "Heizungswechsel: Wann wird es Zeit?". Im Folgenden lesen Sie, welche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung Sie bei der Anschaffung einer modernen Heizungsanlage im Rahmen von Förderprogrammen haben. Dadurch vergrößern Sie Ihren finanziellen Nutzen und tun gleichzeitig etwas für die Umwelt und die Energiewende in Deutschland.

Heizungsförderung durch die KfW

Die KfW unterstützt mit Krediten und Zuschüssen. Allerdings haben sich einige Punkte verändert: Ölheizungen werden gar nicht mehr gefördert, moderne Gas-Brennwertheizungen können alte Anlagen ersetzen. Für KfW-Förderungen muss ein Energieberater einen Antrag stellen und die Arbeiten überwachen. Erst dann werden Zuschüsse bewilligt.1 Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) startet bei der KfW zum 1. Juli 2021. Sie gilt für Wohn- und Nichtwohngebäude

Welche Heizsysteme fördert die KfW?

  • Nah- und Fernwärme: Alle Arbeiten, die mit dem Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz zusammenhängen, werden von der KfW gefördert, inklusive Wärmeübergabestation und Hausanschlussleistung. Besteht bereits ein Anschluss an eines der Netze, erhalten Sie für verschiedene Vorhaben Fördermittel: Bauen Sie eine Wärmeübergabestation zum ersten Mal ein bzw. erneuern die vorhandene oder optimieren Sie Ihre Heizungsanlage, etwa indem Sie Rohre dämmen oder Heizkörper austauschen, können Sie KfW-Förderungen beantragen.
  • Erneuerbaren Energien: Wer ausschließlich mit erneuerbaren Energien heizen will, kann für Solarthermie, Biomasseanlagen und Wärmepumpen Förderungen beantragen.
  • Brennstoffzellen für Heizung und Stromerzeugung
  • Erneuerbare Energien kombiniert mit Gas, Nah- oder Fernwärme: Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien, die durch Gas, Nah- oder Fernwärme unterstützt werden, erhalten ebenfalls Förderungen. In Frage kommen Biomasseanlagen als Zentralheizung, die ausschließlich mit erneuerbaren Energien – also Holzpellets, Holzhackschnitzeln oder Scheitholz – betrieben wird, Wärmepumpen und Solarthermie-Anlagen.
  • Effiziente Gasbrennwert-Heizung: Moderne Gasheizungen sind umweltfreundlicher als Heizungen mit fossilen Energieträgern, die bereits mehrere Jahre in Betrieb sind. Daher können auch moderne Gas-Heizungen staatliche Fördermittel der KfW erhalten, etwa Gas-Brennwertkessel oder Gaswärmepumpen.
  • Optimierung der Heizungsanlage: Es muss nicht gleich die alte Heizung ersetzt werden. Auch eine bestehende Heizungsanlage kann effizient arbeiten: Wer die Pumpe austauscht, alte Heizkörper ersetzt oder Rohrleitung dämmt, kann Förderungen erhalten.

Übersicht KfW-Förderungen

Mehr Infos und Details zu den Zuschüssen und zur Antragstellung des KfW-Förderprogramms erfahren Sie auf kfw.de.

 Heizungsart

Energieeffizient Sanieren -
Kredit und Zuschuss (Effizienzhaus)

Energieeffizient Sanieren -
Kredit und Zuschuss (Einzelmaßnahmen)

Energieeffizient sanieren -
Ergänzungskredit

Zuschuss
Brennstoffzelle

Gas-Brennwertheizung "renewable ready"

 

 

Gas-Brennwertheizung

 

 

 

Gas-Brennwertheizung
(in Kombination mit Heizung auf Basis erneuerbarer Energien)

 

 

Solarthermie-Anlage

   

Biomasse-Anlagen (Pallet und Holvergaser)

   

Wärmepumpen

   

Nah- und Fernwärme

   

Optimierung Heizungsanlage

   

Brennstoffzelle

     

Quelle: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Energieeffizient-sanieren/Heizung/ Stand 29.03.2021

BAFA-Förderung

Das Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Einbau effizienter Wärmeerzeuger, Anlagen zur Heizungsunterstützung sowie den Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz, wenn dieses zu mindestens 25 Prozent erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung einbindet. Antragsberechtigt sind:

  • Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften
  • freiberuflich Tätige
  • kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Gemeinde- und Zweckverbände, sowie rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften, sofern diese zu Zwecken der Daseinsvorsorge handeln
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, zum Beispiel Kammern oder Verbände
  • gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  • Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer und kommunale Unternehmen
  • sonstige juristische Personen des Privatrechts, einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften
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Welche Heizanlagen werden BAFA-gefördert?

Zum 1. Januar 2021 wurde die Heizungsförderung in das BEG überführt. In den Bereichen BEG NWG und BEG EM werden Einzelmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz per Zuschussförderung unterstützt. Dabei orientiert sich die Höhe der Förderung an den verwendeten Systemen.

Im Neubau können keine Einzelmaßnahmen mehr gefördert werden, da Förderungen mit der BEG nur im Paket vorgesehen sind. Eine Kombination aus KfW-Kredit und BAFA-Zuschuss ist nicht mehr möglich. Bei Neubauten ist somit nur ein KfW-Kredit möglich, weil Einzelmaßnahmen in Neubauten nicht mehr gefördert werden. Folgende Förderungen von Einzelmaßnahmen sind möglich

  • Gas-Brennwertheizungen „Renewable Ready“
  • Gas-Hybridanlagen
  • Solarthermieanlagen
  • Wärmepumpen
  • Biomasseanlagen
  • Innovative Heizanlagen auf EE-Basis
  • EE-Hybridheizungen
  • Anschluss an Gebäude-Wärmenetz
  • Heizungsoptimierung
  • iSFP-Bonus: Werden Sanierungsmaßnahmen als Teil des vom BEG geförderten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) umgesetzt, ist ein Förderbonus von 5 % möglich.

Die Austauschprämie für Ölheizungen erhöht den bereits gewährten Fördersatz um zehn Prozentpunkte, wenn eine der folgenden Heizungsanlagen errichtet wird:

  • Gas-Hybridheizung
  • Biomasseheizung
  • Wärmepumpe
  • EE-Hybridheizung
  • Wärmeübergabestation eines Netzes mit einem Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 25 Prozent oder 55 Prozent.

Wird eine Ölheizung also durch eine Heizung ersetzt, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzt, kann sich der Fördersatz auf 45 Prozent belaufen. Aber auch bei Gas-Hybrid erhöht sich die Förderung in diesem Fall auf 40 Prozent.

Zusätzlich werden energetische Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen gefördert, die im direkten Zusammenhang mit der Umsetzung der geförderten Maßnahmen des BEG stehen. Der Fördersatz beträgt dabei 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, welche auf 5.000 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern gedeckelt sind. Bei Mehrfamilienhäusern ab drei Wohneinheiten belaufen sich die förderfähigen Kosten auf 2.000 Euro pro Wohneinheit und maximal 20.000 Euro pro Zuwendungsbescheid.

Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 2.000 Euro brutto. Die maximal förderfähigen Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen liegen bei Wohngebäuden bei 60.000 Euro pro Wohneinheit.1

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Was sind förderfähige Kosten?

Als förderfähige Investitionskosten gelten laut BAFA neben den Anschaffungskosten eines geförderten Wärmeerzeugers auch die Installationskosten, Kosten für Inbetriebnahme sowie erforderliche Umfeldmaßnahmen. Wird in einem Gebäude gearbeitet, in dem zum Zeitpunkt der Antragstellung seit mehr als zwei Jahren eine Heizung installiert war, können auch energetische Optimierungen gefördert werden. Dazu gehört neben der Wärmeverteilung und Wärmeübergabe auch die Warmwasserbereitung sowie erforderliche Arbeiten von Heizräumen, Technikräumen und Schornsteinen. In Neubauten können alle Maßnahmen gefördert werden, die in direktem Zusammenhang mit der geförderten Heizungsanlage stehen.

Privateigentümer wählen zwischen Steuerbonus vom Finanzamt und Fördermitteln der staatlichen KfW-Bank sowie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Per Steuerbonus reduziert das Finanzamt die Steuerschuld durch energetische Sanierung. Hohe Tilgungszuschüsse machen KfW-Kredite interessant, die Vergabe kann aber durch Banken eingeschränkt werden.

EWE Fördermittel-Rechner

In unserer Fördermittel-Datenbank finden Sie Informationen zu aktuellen Förderungen. Ob Neubau, Sanierung oder Modernisierung: Hier erhalten Sie direkt Informationen über alle Förderprogramme. Gleich ausprobieren: Fördermittel-Rechner.

Heizung mieten – mit Wärme-Contracting

Auch mit Förderung und Krediten bleibt die Anschaffung einer neuen Heizung oder der Austausch von Bestandteilen der Heizungsanlage eine finanzielle Herausforderung. Wer sich diese Ausgaben nicht leisten kann oder will, für den lohnt sich vielleicht Wärme-Contracting. Einfach gesagt ist das ein Miet-Konzept, bei dem EWE die Heizung und Installation übernimmt. Die Anlage gehört also EWE, die Wärme Ihnen! Sie zahlen einen festen monatlichen Betrag, die Kosten für Wartung und eventuelle Reparaturen übernimmt EWE. So haben Sie die Möglichkeit ein modernes, effizientes und umweltschonendes Heizgerät zu nutzen, ohne die finanziellen Risiken. Mehr zum Contracting erklären wir Ihnen auf dieser Seite.

Übrigens: Beziehen Sie Ihre Wärme bzw. Heizungsanlage über ein Wärmecontracting-Angebot, können SIe für die Optimierung der Gebäudehülle und Anlagentechnik ebenfalls eine Förderung beantragen. Für Ihr Teilvorhaben erhalten Sie dann eigene Zusagen für das gemeinsam zu erreichende Förderziel.6

FAQ zur Förderung von Heizungen

Wie hoch ist die Förderung bei einer neuen Heizung?

Kann ich eine BAFA-Förderung mit KfW-Förderungen kombinieren?

Wann muss ich die Förderung für eine neue Heizung beantragen?

Gibt es eine Förderung für den Einbau einer Brennstoffzellen-Heizung?

Informieren Sie sich im Detail über Wärme+ und nutzen Sie für eine erste Kalkulation unseren Heizungsrechner.

Rechtliche Hinweise und Fußnoten einblenden Rechtliche Hinweise und Fußnoten ausblenden
1

Quelle: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Energieeffizient-sanieren/Heizung

2

Quelle: https://www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/Sanierung_Wohngebaeude/Anlagen_zur_Waermeerzeugung/anlagen_zur_waermeerzeugung_node.html

3

Quelle: https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/beg_em_foerderuebersicht.html?nn=15129584

4

Quelle: https://www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/Sanierung_Wohngebaeude/Fachplanung_Baubegleitung/fachplanung_baubegleitung_node.html

5

Quelle: https://www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/Sanierung_Wohngebaeude/Anlagen_zur_Waermeerzeugung/anlagen_zur_waermeerzeugung_node.html

6

Quelle: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/FAQ/BEG/faq-bundesfoerderung-fuer-effiziente-gebaeude.html?cms_artId=2392966 unter Punkt 5.1