Wärme+ Ratgeber: Heizungsförderung

Finden Sie die richtige Förderung für Ihre Heizung

Eine neue Heizung spart Energie, Kosten für Energieträger sowie Reparatur und Wartung. Doch obwohl sie sich meist recht schnell amortisiert, bleibt die Anschaffung eine finanzielle Herausforderung – besonders wenn zusätzliche Technik zur Einbindung erneuerbarer Energien notwendig wird. Um die Haushalte zu unterstützen, gibt es Förderungen und Kredite, die für energiesparende Heizungsanlagen vergeben werden. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Förderprogramme der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und deren "KfW-Förderung" und "BAFA-Förderung", über die Anforderungen sowie Wissenswerte zu möglichen Zuschüssen.

Lohnt sich die Förderung einer neuen Heizung?

Trotz Förderung und Krediten bleibt die Erneuerung der Heizungsanlage kostspielig – Kredite wollen zurückgezahlt werden, Förderungen übernehmen nur Teile der Kosten. Wann sich die Modernisierung der Heizungsanlage lohnt, erklären wir Ihnen im Ratgeber-Beitrag "Heizungswechsel: Wann wird es Zeit?". Im Folgenden lesen Sie, welche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung Sie bei der Anschaffung einer modernen Heizungsanlage im Rahmen von Förderprogrammen haben. Dadurch vergrößern Sie Ihren finanziellen Nutzen und tun gleichzeitig etwas für die Umwelt und die Energiewende in Deutschland.

Förderung moderner Heizungen durch die KfW

Die KfW unterstützt mit Krediten und Zuschüssen. Allerdings haben sich einige Punkte verändert: Ölheizungen werden gar nicht mehr gefördert, moderne Gas-Brennwertheizungen können alte Anlagen ersetzen. Für KfW-Förderungen muss ein Energieberater einen Antrag stellen und die Arbeiten überwachen (Stand Juni 2020). Erst dann werden Zuschüsse bewilligt.

Welche Heizsysteme fördert die KfW?

Nah- und Fernwärme

Alle Arbeiten, die mit dem Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz zusammenhängen, werden von der KfW gefördert, inklusive Wärmeübergabestation und Hausanschlussleistung. Besteht bereits ein Anschluss an eines der Netze, erhalten Sie für verschiedene Vorhaben Fördermittel: Bauen Sie eine Wärmeübergabestation zum ersten Mal ein bzw. erneuern die vorhandene oder optimieren Sie Ihre Heizungsanlage, etwa indem Sie Rohre dämmen oder Heizkörper austauschen, können Sie KfW-Förderungen beantragen.

Erneuerbaren Energien

Wer ausschließlich mit erneuerbaren Energien heizen will, kann für Solarthermie, Biomasseanlagen und Wärmepumpen Förderungen beantragen.

Brennstoffzellen für Heizung und Stromerzeugung

Erneuerbare Energien kombiniert mit Gas, Nah- oder Fernwärme

Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien, die durch Gas, Nah- oder Fernwärme unterstützt werden, erhalten ebenfalls Förderungen. In Frage kommen Biomasseanlagen als Zentralheizung, die ausschließlich mit erneuerbaren Energien – also Holzpellets, Holzhackschnitzeln oder Scheitholz – betrieben wird, Wärmepumpen und Solarthermie-Anlagen.

Effiziente Gasbrennwert-Heizung

Moderne Gasheizungen sind umweltfreundlicher als Heizungen mit fossilen Energieträgern, die bereits mehrere Jahre in Betrieb sind. Daher können auch moderne Gas-Heizungen staatliche Fördermittel der KfW erhalten, etwa Gas-Brennwertkessel oder Gaswärmepumpen.

Optimierung der Heizungsanlage

Es muss nicht gleich die alte Heizung ersetzt werden. Auch eine bestehende Heizungsanlage kann effizient arbeiten: Wer die Pumpe austauscht, alte Heizkörper ersetzt oder Rohrleitung dämmt, kann Förderungen erhalten.

Übersicht KfW-Förderungen

Mehr Infos und Details zu den Zuschüssen und zur Antragstellung des KfW-Förderprogramms erfahren Sie auf kfw.de.

 Heizungsart

Energieeffizient Sanieren -
Kredit und Zuschuss (Effizienzhaus)

Energieeffizient Sanieren -
Kredit und Zuschuss (Einzelmaßnahmen)

Energieeffizient Sanieren -
Erganzungskredit

Zuschuss
Brennstoffzelle

Gas-Brennwertheizung "renewable ready"

 

 

Gas-Brennwertheizung

 

 

 

Gas-Brennwertheizung
(in Kombination mit Heizung auf Basis erneuerbarer Energien)

 

 

Solarthermie-Anlage

   

Biomasse-Anlagen (Pallet und Holvergaser)

   

Wärmepumpen

   

Nah- und Fernwärme

   

Optimierung Heizungsanlage

   

Brennstoffzelle

     

Quelle: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Energieeffizient-sanieren/Heizung/ Stand 29.03.2021

BAFA-Förderung

Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften, Kommunen, Freiberufler, Unternehmen und andere juristische Personen können die Förderungskonditionen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Anspruch nehmen (Stand Juni 2020).  

Übersicht BAFA-Förderungen

 Art der Heizungsanlage Gebäudebestand Neubau
Fördersatz1 Fördersatz mit Austausch Ölheizung1 Fördersatz1
 Solarthermie2 30% 30% 30%
 Biomasseanlagen oder Wärmepumpenanlagen 35% 45% 35%
 Erneuerbare Energien Hybridheizung (EE-Hybride)3 35% 45% 35%
 Nachrüstung eines Sekundärbauteils für die Biomasseanlage zur Prtikelabscheidung oder Brennwertnutzung4 35%   35%
Gas-Hybridheizung mit erneuerbaren Wärmeerzeugung 30%6 40%6  
mit späterer Einbindung der erneuerbaren Wärmeerzeugung (Renewable Ready)5 20%7    

 

Welche Heizungsanlagen werden durch BAFA gefördert?

In Neubauten werden Solarkollektoranlagen mit 30 Prozent und Biomasse- und Wärmepumpenanlagen mit 35 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert, wenn die technischen Mindestanforderungen erfüllt sind.

Bei Bestandsgebäuden orientiert sich die Höhe der Förderung an den verwendeten Systemen. Wichtig ist, dass zum Zeitpunkt der Antragstellung seit mindestens zwei Jahren ein Heizungs- bzw. Kühlsystem in Betrieb war, das nun ersetzt werden soll, und die Heizungsanlage nicht aufgrund ihres Alters der Austauschpflicht unterliegt. Diesen Austausch fördert das BAFA bei ...

  • Solarthermieanlagen, wenn sie "überwiegend der Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung, der Kälteerzeugung oder der Zuführung der Wärme/Kälte in ein Wärme- oder Kältenetz" dienen, mit bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten.
  • Biomasseanlagen, genauer die Installation von
    • Kesseln zur Verbrennung von Biomassepellets und -hackschnitzeln
    • Pelletöfen mit Wassertasche
    • Kombinationskesseln zur Verbrennung von Biomassepellets/-hackschnitzeln und Scheitholz
    • besonders emissionsarmen Scheitholzvergaserkessel

ab 5 kW Nennwärmeleistung zur thermischen Nutzung. Auch Nachrüstungen werden gefördert. Insgesamt beläuft sich die Förderung auf bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten.

  • Effizienten Wärmepumpenanlagen, einschließlich der Nachrüstung bivalenter Systeme, wenn sie „überwiegend der Raumheizung oder kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden oder der Zuführung der Wärme in ein Wärmenetz dienen“ mit bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten.
  • Hybridheizungen, die durch die Kombination mehrerer Anlagen Wärme aus erneuerbarer Energie nutzen.
    • EE-Hybridheizungen, die Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energie wie Solar, Biomasse oder Wärmepumpe miteinander kombinieren. Gefördert werden bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten.
    • Gas-Hybridheizungen, die neue Gasheizung und einer oder mehreren Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energie wie Solar, Biomasse oder Wärmepumpe kombinieren. Gefördert werden bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten.
  • „Renewable Ready“ Gas-Brennwertheizungen, die binnen zwei Jahre ab Inbetriebnahme zusätzlich Wärme aus erneuerbaren Energien nutzen. Die Förderung kann bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten betragen.
  • Die Austauschprämie für Ölheizungen erhöht den bereits gewährten Fördersatz um zehn Prozentpunkte, wenn eine Ölheizung durch eine förderfähigen Hybridheizung, Biomasseanlage oder Wärmepumpe ersetzt wird. Wird eine Ölheizung also durch eine Heizung ersetzt, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzt, kann sich der Fördersatz auf 45 Prozent belaufen. Aber auch bei Gas-Hybrid erhöht sich die Förderung in diesem Fall auf 40 Prozent.

Was sind förderfähige Kosten?

Als förderfähige Investitionskosten gelten laut BAFA neben den Anschaffungskosten eines geförderten Wärmeerzeugers auch die Installationskosten, Kosten für Inbetriebnahme sowie erforderliche Umfeldmaßnahmen. Wird in einem Gebäude gearbeitet, in dem zum Zeitpunkt der Antragstellung seit mehr als zwei Jahren eine Heizung installiert war, können auch energetische Optimierungen gefördert werden. Dazu gehört neben der Wärmeverteilung und Wärmeübergabe auch die Warmwasserbereitung sowie erforderliche Arbeiten von Heizräumen, Technikräumen und Schornsteinen. In Neubauten können alle Maßnahmen gefördert werden, die in direktem Zusammenhang mit der geförderten Heizungsanlage stehen. Die förderfähigen Kosten sind begrenzt auf

  • 50.000 Euro pro Wohneinheit bei Gebäuden, die überwiegend zum Wohnen genutzt werden bzw.
  • 3,5 Millionen Euro bei Gebäuden, die als Nichtwohngebäude genutzt werden.

Privateigentümer wählen zwischen Steuerbonus vom Finanzamt und Fördermitteln der staatlichen KfW-Bank sowie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Per Steuerbonus reduziert das Finanzamt die Steuerschuld durch energetische Sanierung um bis zu 20 Prozent, höchstens jedoch 40.000 Euro. Die Ermäßigung verteilt sich auf drei Jahre. Die KfW zahlt Zuschüsse von bis zu 48.000 Euro, die maximale Kreditsumme beläuft sich auf 120.000 Euro. Hohe Tilgungszuschüsse machen KfW-Kredite interessant, die Vergabe kann aber durch Banken eingeschränkt werden.

Was sind förderfähige Kosten?

Als förderfähige Investitionskosten gelten laut BAFA neben den Anschaffungskosten eines geförderten Wärmeerzeugers auch die Installationskosten, Kosten für Inbetriebnahme sowie erforderliche Umfeldmaßnahmen. Wird in einem Gebäude gearbeitet, in dem zum Zeitpunkt der Antragstellung seit mehr als zwei Jahren eine Heizung installiert war, können auch energetische Optimierungen gefördert werden. Dazu gehört neben der Wärmeverteilung und Wärmeübergabe auch die Warmwasserbereitung sowie erforderliche Arbeiten von Heizräumen, Technikräumen und Schornsteinen. In Neubauten können alle Maßnahmen gefördert werden, die in direktem Zusammenhang mit der geförderten Heizungsanlage stehen. Die förderfähigen Kosten sind begrenzt auf

  • 50.000 Euro pro Wohneinheit bei Gebäuden, die überwiegend zum Wohnen genutzt werden
  • 3,5 Millionen Euro bei Gebäuden, die als Nichtwohngebäude genutzt werden.

Privateigentümer wählen zwischen Steuerbonus vom Finanzamt und Fördermitteln der staatlichen KfW-Bank sowie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Per Steuerbonus reduziert das Finanzamt die Steuerschuld durch energetische Sanierung um bis zu 20 Prozent, höchstens jedoch 40.000 Euro. Die Ermäßigung verteilt sich auf drei Jahre. Die KfW zahlt Zuschüsse von bis zu 48.000 Euro, die maximale Kreditsumme beläuft sich auf 120.000 Euro. Hohe Tilgungszuschüsse machen KfW-Kredite interessant, die Vergabe kann aber durch Banken eingeschränkt werden.

EWE Fördermittel-Rechner

In unserer Fördermittel-Datenbank finden Sie Informationen zu aktuellen Förderungen. Ob Neubau, Sanierung oder Modernisierung: Hier erhalten Sie direkt Informationen über alle Förderprogramme. Gleich ausprobieren: Fördermittel-Rechner.

Heizung mieten – mit Wärme-Contracting

Auch mit Förderung und Krediten bleibt die Anschaffung einer neuen Heizung oder der Austausch von Bestandteilen der Heizungsanlage eine finanzielle Herausforderung. Wer sich diese Ausgaben nicht leisten kann oder will, für den lohnt sich vielleicht Wärme-Contracting. Einfach gesagt ist das ein Miet-Konzept, bei dem EWE die Heizung und Installation übernimmt. Die Anlage gehört also EWE, die Wärme Ihnen! Sie zahlen einen festen monatlichen Betrag, die Kosten für Wartung und eventuelle Reparaturen übernimmt EWE. So haben Sie die Möglichkeit ein modernes, effizientes und umweltschonendes Heizgerät zu nutzen, ohne die finanziellen Risiken. Mehr zum Contracting erklären wir Ihnen auf dieser Seite.

Fragen und Antworten rund um die Förderung von Heizungen

Wie hoch ist die Förderung bei einer neuen Heizung?

Kann ich eine BAFA-Förderung mit KfW-Förderungen kombinieren?

Wann muss ich die Förderung für eine neue Heizung beantragen?

Gibt es eine Förderung für den Einbau einer Brennstoffzellen-Heizung?

Fußnoten einblenden ausblenden
1

Die Fördersätze verstehen sich als Förderhöchstgrenze und beziehen sich auf die förderfähigen Kosten für die beantragte Maßnahme.

2

Da die Solarthermieanlage nie allein die gesamte Heizlast eines Gebäudes tragen kann, wird hier keine Austauschprämie gewährt.

3

Kombination einer Solarthermieanlage-, Biomasseanlage- und/oder Wärmepumpenanlage.

4

Im Neubau als Errichtung einer Biomasseanlage inkl. Sekundärbauteil.

5

Renewable Ready: Installiert wird eine Gasbrennwertheizung mit Speicher und Steuerungs- und Regeltechnik für die spätere Einbindung eines erneuerbaren Wärmeerzeugers.

6

Gilt für die gesamte förderfähige Anlage, inkl. erneuerbarer Wärmeerzeuger.

7

Gilt für die gesamte förderfähige Anlage, ohne den später zu errichtenden erneuerbaren Wärmeerezeuger.
Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle