Ratgeber: Heizkosten sparen

22.06.2022
  9 Minuten
Autor: EWE ZuhauseWärme-Redaktion

Heizkosten sparen: 9 effektive Maßnahmen 

Sie heizen energiebewusst, aber Ihre Heizrechnung will einfach nicht sinken? Dann gehen die Ursachen für den hohen Verbrauch wahrscheinlich über Ihr Heizverhalten hinaus. Vor allem bei älteren Gebäuden ist das absolut normal. Denn früher oder später müssen Eigentümer investieren, damit Haus oder Wohnung in puncto Energieeffizienz nicht abgehängt werden. Nur so lassen sich langfristig Heizkosten sparen. 

Doch keine Sorge: Angesichts steigender Energiepreise machen sich auch umfangreiche gebäudetechnische Maßnahmen relativ schnell bezahlt. Oftmals gibt es auch passende Förderprogramme, die die Amortisationszeit weiter verkürzen. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen neun wirksame Maßnahmen vor, mit denen Sie dauerhaft weniger für angenehme Raumtemperaturen zahlen. 

  1. Regenerative Energie nutzen
  2. Mit Brennwerttechnik Energieträger bestmöglich nutzen
  3. Wärme-Contracting
  4. Heizkosten sparen mit gedämmten Heizungsrohren
  5. Alte Heizungspumpe tauschen
  6. Warmwasserspeicher dämmen
  7. Ein Wärmemengenzähler schafft Überblick
  8. Heizung regelmäßig warten
  9. Gebäude-Isolierung mit staatlicher Förderung

Tipp: In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die größeren Maßnahmen, mit denen Sie langfristig Heizkosten sparen. Wenn Sie sich stattdessen für praktische Energiespartipps für den Alltag interessieren, lesen Sie gerne unseren Beitrag Richtig heizen: 14 nützliche Tipps. Dort finden Sie weitere Informationen zu Themen wie Stoßlüften, regelmäßiges Entlüften von Heizkörpern und zu anderen Themen.

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1. Regenerative Energie nutzen

Auch wenn Sie Ihren Energieverbrauch mit verschiedenen Maßnahmen positiv beeinflussen können: Sofern Sie für die Wärmeerzeugung auf fossile Energieträger zurückgreifen, hängen Ihre Heizkosten zu einem Großteil von der Preisentwicklung am Markt ab. Was das konkret bedeutet, lässt sich an den kontinuierlich steigenden Preisen für fossile Energie deutlich nachvollziehen. Mehr Unabhängigkeit und langfristige Kostenersparnisse versprechen regenerative Energien – zum Beispiel mit einer Wärmepumpe, Photovoltaik oder einer modernen Holzfeuerung.

Zwar reichen Solarenergie und Umgebungswärme in unseren Breitengraden nicht immer für eine vollständige Selbstversorgung aus. Allerdings lässt sich nachhaltige Energiegewinnung in der Regel ohne Probleme mit der bestehenden Heizungsanlage kombinieren. Vor allem Photovoltaikanlagen und Stromspeicher haben ein enormes Potenzial, das sich Haus- und Wohnungseigentümer zunutze machen können, um Heizkosten zu sparen – oder Stromkosten im Fall einer elektrischen Wärmepumpe.

Tipp: Lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot für eine strombasierte Wärmepumpe machen. Besuchen Sie gerne auch unsere Kollegen bei EWE Solar, um Ihre individuellen Einsparmöglichkeiten mit Photovoltaik zu erfahren.

2. Mit Brennwerttechnik Energieträger bestmöglich nutzen 

Wenn Sie sich für eine neue Heizungsanlage entscheiden, um Heizkosten zu sparen, setzen Sie am besten auf regenerative Energien (siehe oben) – auch wenn diese heute meist noch nicht als alleinige Energieversorgung im Hausbestand ausreichen. Zur Unterstützung bedarf es häufig noch herkömmlicher Heizungssysteme wie etwa einer Gasheizung.  

Wenn Sie stattdessen eine neue Gasheizung planen, dann setzen Sie am besten auf moderne Brennwerttechnik. Ein entscheidender Vorteil von Brennwertgeräten gegenüber älteren Modellen ist ihre Effizienz: Anstatt lediglich die unmittelbare Verbrennungsenergie zu nutzen, machen diese Anlagen auch die dabei entstehende Kondensationswärme für Ihren Haushalt verfügbar. Ohne die entsprechende Technik entsteht hier ein unnötiger Wärmeverlust. 

Mit einer neuen Brennwertanlage holen Sie also mehr Heizenergie aus weniger Brennstoff heraus – und können sich über deutlich niedrigere Heizkosten freuen. Gleichzeitig senken Sie Ihren CO2-Ausstoß und tun so der Umwelt etwas Gutes. 

3. Wärme-Contracting 

In Deutschland gelten etwa zwei Drittel aller Heizungen als veraltet. Die nicht mehr zeitgemäße Technik sorgt für unnötig hohe Heizkosten und Schadstoffemissionen. In den meisten Fällen sind es hohe Investitionskosten, die die Eigentümer von einer Modernisierung abhalten. Hier stellt Wärme-Contracting eine attraktive Alternative dar – zum Beispiel von Ihren EWE-Experten. 

Beim Wärme-Contracting handelt es sich um eine preiswerte Alternative zur kostenintensiven neuen Heizungsanlage. Während sich Kauf und Installation eines neuen Heizkessels erst im Lauf der Zeit amortisieren müssen, entfallen diese Investitionskosten, wenn Sie die Anlage stattdessen mieten. Auch die Kosten für Wartung und eventuelle Reparaturen sparen Sie ein, da diese in der Verantwortung des Anbieters bleiben. Somit zahlen Sie nur einen Grundpreis und Ihre eigenen Energiekosten. 

Rechnen Sie sich Ihr individuelles Contracting-Angebot für eine Gasbrennwertheizung aus – unverbindlich über unseren Heizungsrechner. Oder holen Sie sich ein erstes Pacht-Angebot für eine umweltfreundliche Wärmepumpe von EWE ein. 

4. Heizkosten sparen mit gedämmten Heizungsrohren 

Auf dem Weg vom Wärmeerzeuger zu den Heizkörpern legt das Heizwasser teils lange Strecken über die Heizungsrohre zurück. Ohne die passende Dämmung kommt es hier unweigerlich zu Wärmeverlust: Die Heizungsrohre strahlen Wärme an die Umgebungsluft ab, bevor sie Ihren Bestimmungsort erreicht. Die Konsequenz: Sie müssen mehr Heizenergie aufwenden, damit sich die gewünschte Heizungstemperatur einstellt.  

Dabei erfordert es nur wenig Zeit- und Arbeitsaufwand, um Ihre Heizungsrohre selbst mit einer effektiven Dämmung auszustatten. Passende Schaumstoffschläuche und Klebeband zum Abdichten der Übergänge gibt es schon für unter einem Euro pro Meter im Baumarkt zu kaufen. In einem 110 m² großen Einfamilienhaus beginnen die Kosten des Dämmmaterials für alle Heizungsrohre bei etwa 70 Euro.1 Die Investition macht sich schon nach wenigen Monaten bezahlt: Bis zu 310 Euro weniger Heizkosten pro Jahr können in dem besagten Modellhaus anfallen. Beginnen Sie am besten mit den Heizungsrohren in den ungeheizten Räumen (zum Beispiel im Keller), da dort die meiste Energie über die Rohre verloren geht. 

5. Alte Heizungspumpe tauschen 

Die Aufgabe der Heizungspumpe besteht darin, das Heizwasser vom Wärmeerzeuger zu den Heizkörpern zu befördern. Ähnlich wie die Heizkessel selbst gelten auch die verbauten Heizungspumpen in einem Großteil der deutschen Haushalte als veraltet. Bei solchen älteren Modellen besteht ein besonders großes Einsparpotenzial im Hinblick auf Heizkosten und CO2-Emissionen.  

Das Problem: Ältere Heizungspumpen arbeiten häufig durchgängig und mit einer konstanten Drehzahl – unabhängig vom tatsächlichen Bedarf, der im Haushalt vorherrscht. Neuere Modelle verfügen hingegen über eine elektronische Regulierung und energiesparende Motoren, mit deren Hilfe sie ihre Leistung an die aktuelle Bedarfslage anpassen. Die Kosten für ein neues Gerät liegen bei etwa 400 Euro – inklusive Montage.1 Die Investition macht sich schnell bezahlt: Mit einer neuen Heizungspumpe lassen sich jedes Jahr deutlich über 150 Euro Stromkosten sparen. 

6. Warmwasserspeicher dämmen 

Genau wie die Heizungsrohre entsteht bei einem unzureichend gedämmten Wasserspeicher Wärmeverlust. Je nach Modell werden hier Trinkwasser und/oder Heizungswasser gespeichert, um bei Bedarf schnell zur Verfügung zu stehen. Der zusätzliche Wohnkomfort von Wasserspeichern lässt sich mit der richtigen Dämmung noch energieeffizienter gestalten, sodass Sie auch hier Heizkosten sparen können. Die Kosten für eine passende Isolierung variieren je nach Anbieter. 

7. Ein Wärmemengenzähler schafft Überblick 

Beim effektiven Sparen von Heizkosten hilft Ihnen ein Wärmemengenzähler. Das Gerät kann die Wärmeströme im Heizsystem und zum Warmwasserspeicher messen. So werden Ihre Verbrauchsdaten unabhängig von der eingesetzten Energie (Strom, Holz, Gas, Öl etc.) transparent dargestellt. Mithilfe der von dem Gerät erfassten Daten können Fachleute Ihnen zielgenaue Energiesparmaßnahmen empfehlen. So erkennen Sie genau, wo das größtmögliche Einsparpotenzial liegt. 

8. Heizung regelmäßig warten 

Wer die Heizungsanlage etwa einmal im Jahr warten lässt, spart in mehrfacher Hinsicht: Zum einen reduziert die Wartung die laufenden Kosten der Anlage: Das System arbeitet so effizient wie möglich und stößt dabei nicht mehr Schadstoffe aus als nötig. So bleibt Ihr Energieverbrauch langfristig auf einem niedrigen Niveau – gut für die Umwelt und für Ihr Budget! 

Zum anderen beugt die regelmäßige Heizungswartung hohen Sofort-Investitionen vor. Der beauftragte Installateur bemerkt Verschleiß und Alterserscheinungen an Einzelteilen – und zwar, bevor es zum teuren Schadensfall kommt. Insgesamt nimmt die Lebensdauer der Anlage bei kontinuierlicher Wartung zu und die Sicherheit des Betriebs bleibt gewährleistet. 

Vor diesem Hintergrund sind auch die Kosten für einen Wartungsdurchgang überschaubar. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Beträge, die bei verschiedenen Heizsystemen für eine Wartung auf Sie zukommen können. 

 Heizsystem  Wartungskosten/
 pro Wartung
 Pelletheizung  150 – 280 €
 Wärmepumpe  150 €
 Ölheizung  150 – 250 €
 Gasheizung  90 – 150 €

 

Tipp: Wenn Sie sich für das Wärme-Contracting von EWE entscheiden, brauchen Sie sich über die Kosten für Wartung und eventuelle Reparaturen keine Gedanken mehr zu machen – diese übernehmen wir vollständig. 

9. Gebäude-Isolierung mit staatlicher Förderung

Angenehme Raumtemperaturen ohne ständiges Nachheizen: Mit der Isolierung von Dach, Fassade, Kellerdecke, Türen und Fenstern wirken Sie hohen Heizkosten entgegen. Vor allem den Außenfassaden kommt hier eine hohe Bedeutung zu, da laut Verbraucherzentrale rund ein Drittel2 der erzeugten Wärme aus dem Innenraum über die Wände verloren geht.

Die Investition in eine hochwertige Isolierung der Wände zahlt sich aus: Wenn Sie mehr über die möglichen Einsparungen durch Dämmung erfahren möchten, bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) einen praktischen Sanierungskonfigurator an.

Spezielle Förderprogramme machen die Gebäudeisolierung zusätzlich attraktiv. Beispielsweise gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Kredite und Zuschüsse für die energetische Sanierung, mit der Sie effektiv Heizkosten sparen. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mischt mit eigenen Fördermitteln mit. Diese lohnen sich vor allem, wenn Sie eine Dämmung in Kombination mit der Nutzung von erneuerbaren Energien planen.

Fazit: Heizkosten sparen mit langfristiger Planung

Zugegeben: Während Stoßlüften, Heizkörper entlüften und andere Maßnahmen günstig und einfach umzusetzen sind, wirken größere Investitionen zunächst abschreckend. Allerdings amortisieren sich viele der vorgestellten Maßnahmen recht schnell – umso eher, wenn Sie auf die vielfältigen Fördermöglichkeiten zurückgreifen, die Bund und Länder zur Verfügung stellen. Oft lohnt es sich auch, auf städtischer Ebene nach Fördermöglichkeiten zu recherchieren.

FAQ: Heizkosten sparen 

Wie senke ich meine Heizkosten?

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Was kostet das Heizen im Jahr?

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Wie viel kostet eine Heizung am Tag?

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Informieren Sie sich im Detail über EWE ZuhauseWärme und nutzen Sie für eine erste Kalkulation unseren Heizungsrechner.

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1

Quelle: co2online. 2021. Heizungskosten sparen: 8 Tipps für Hauseigentümer*innen. https://www.mein-klimaschutz.de/zu-hause/d/heizkosten-sparen/heizungskosten-sparen/.

2

Quelle: Verbraucherzentrale. 2022. Rechenbeispiel. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/energetische-sanierung/rechenbeispiel-8192/.

3

Quelle: co2online. 2021. Heizkosten pro Quadratmeter im Vergleich. https://www.heizspiegel.de/heizkosten-pruefen/heizkosten-pro-m2-vergleich/#c86583