EWE Wärme+ Ratgeber: Lesen Sie Wissenswertes zum Thema Heizung.

Wärme+ Ratgeber: Wärme-Contracting

Wärme-Contracting: Die neue Heizung einfach mieten

Ihre Heizung hat schon bessere Tage erlebt oder streikt ganz? Die Heizkosten sind zu hoch? Und überhaupt ist die Heizungsanlage nicht gerade umweltfreundlich? Eine Modernisierung der Heizung geht ins Geld – es sei denn, Sie mieten die Anlage bloß. Die Heizung bleibt Eigentum eines Anbieters und damit seine Verantwortung. Wie Wärme-Contracting funktioniert, was Wärme-Contracting kostet und welche Vor- und Nachteile das Miet-Prinzip mit sich bringt, erklären wir hier.

Was bedeutet Wärme-Contracting?

Das Prinzip des Wärme-Contractings ist schnell erklärt: Sie bekommen eine neue Heizungsanlage, ohne hohe Anschaffungskosten, ohne Betriebskosten für Wartungen und Reparatur. Dafür schließen Sie einen Mietvertrag mit einem Contracting-Anbieter ab. Kalkulierbar, bequem und sicher. Statt eine Heizung zu kaufen, mieten Sie sie und lassen Sie die Risiken für Anschaffung und Betrieb beim Anbieter.

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So setzen sich die Kosten zusammen

Die Kosten des Wärme-Contractings basieren auf einem Basispreis und den Energiekosten. Bei Wärme+ etwa, dem Wärme-Contracting von EWE, wird zunächst ein Grundpreis berechnet, der von der Investitionssumme abhängt. Dazu kommen die Energiekosten, bestehend aus einem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis und dem sogenannten Grundpreis 2. Der Grundpreis 2 setzt sich aus Netzgebühren des örtlichen Netzbetreibers, Service und Vertrieb zusammen.

Die Vorteile Ihres Rundum-sorglos-Pakets im Überblick:

  • Anschaffung & Installation
  • verlässliche Wärmelieferung
  • Wartung & Schornsteinfeger
  • Reparaturen & Ersatz bei Ausfall
  • 24-Stunden-Hotline
  • Notdienst

Mit unserem Konfigurator können Sie sich Ihr individuelles Contracting-Angebot ausrechnen lassen. Beantworten Sie einfach wenige Fragen und erhalten Sie, natürlich unverbindlich, Ihr individuelles Angebot.

Für wen ist Wärme-Contracting sinnvoll?

Zwei Drittel der Heizungen in Deutschland sind veraltet. Ein einfacher und bequemer Umstieg auf eine neue Heizungsanlage klingt daher verlockend. Wie genau Wärme-Contracting nun funktioniert und ob es die passende Lösung für Sie ist, erklären wir hier.

Langfristige Bindung

Wärme-Contracting bedeutet, sich langfristig an einen Energieträger zu binden. Zehn bis 15 Jahre laufen diese Verträge meist. Das klingt auf den ersten Blick nach einer langen Zeit – achten Sie darauf, wie die Vertragsübernahme oder die Übernahme der Heizungsanlage vom Wärmelieferanten geregelt sind. Sie sind sich nicht sicher, ob Sie so lange in dem Haus wohnen werden? Kein Problem. In der Regel bieten Contracting-Anbieter die Möglichkeit, den Vertrag an den Nachmieter weiterzugeben. Nähere Infos haben wir in unsere Checkliste „Wie erkenne ich einen guten Wärme-Contracting-Anbieter“ weiter unten zusammengefasst.

Die Verantwortung liegt beim Contracting-Anbieter: Er ist zuständig für die Anschaffung, Installation und Instandhaltung der Anlage. Ein Vorteil, der sich daraus ergibt, ist der Service und Komfort. Denn Sie müssen sich um nichts kümmern – weder um die Wartung noch um Reparaturen. Der Betrieb läuft normalerweise vollautomatisch, ohne dass Sie aktiv werden müssen. Einstellungen können Sie natürlich trotzdem jederzeit vornehmen, etwa eine Änderung der Nachtabsenkung. Fällt die Anlage doch einmal länger aus, stellen Contracting-Anbieter eine Ersatz-Anlage bereit. Eine 24-Stunden-Hotline und ein Notdienst ist bei Wärme+ von EWE zum Beispiel Standard.

Finanzielle Planungssicherheit

Wärme-Contracting ist sicher und zuverlässig. Durch kalkulierbare monatliche Kosten ist für eine langfristige Sicherheit gesorgt – keine plötzlichen Kostenfallen, die Ihre Planung in Gefahr bringen. Alle Risiken übernimmt der Contractor, da es seine Anlage ist – Sie mieten sie nur.

Durch den Einsatz energiesparender Markenheizgeräte beim Wärme-Contracting können die Energieverbräuche in vielen Fällen sogar gesenkt werden. Die Heizung wird optimal eingestellt, sodass sie verlässlich und effizient arbeitet. Ganz nebenbei tun Sie damit etwas für die Umwelt: Moderne Heizungsanlagen sind nicht nur bis zu 30 Prozent günstiger im Vergleich zu veralteten Heizgeräten, sondern sparen auch CO2 und sind damit klimafreundlicher!

Kurzfristig eine neue Heizung – ohne die Kosten zu tragen

Mitten im Winter und die Heizung streikt? Wer schnell eine neue Heizungsanlage braucht, greift entspannt auf Wärme-Contracting zurück. Anschaffung und Installation? Sie können sich zurücklehnen – darum kümmert sich Ihr Contracting-Anbieter. Anders als bei herkömmlichen Anbietern, wird bei Wärme+ von EWE auch die Wärmelieferung für Sie organisiert. Praktisch eine Rundum-sorglos-Lösung!

Wer die Investitionskosten einer plötzlichen Heizungsmodernisierung nicht allein stemmen kann, findet im Contracting eine alternative Lösung. Eine neue Heizungsanlage ohne finanzielle Belastungen oder Einschränkungen zählt zu den Vorteilen gegenüber Neuanschaffungen auf eigene Kosten. Immerhin kann eine vollständige Umrüstung der Heizungsanlage schnell mehrere tausend Euro kosten. Diese Investition übernimmt der Contracting-Anbieter.

Wie erkennen Sie einen guten Wärme-Contracting-Anbieter?

Angebote zum Wärme-Contracting gibt es viele – aber nicht alle lohnen sich gleichermaßen. Achten Sie beim Abschluss des Vertrags auf folgende Punkte:

Leistungsumfang

Achten Sie auf eine detaillierte Auflistung der Leistungen, etwa den Einbau der neuen Heizungsanlage sowie die Kostenübernahme.

Vertragslaufzeit & Kündigung

Die zulässige Vertragslaufzeit beträgt heute maximal zehn Jahre. Wird der Vertrag nicht fristgerecht gekündigt, ist eine Verlängerung um fünf Jahre möglich. Achten Sie darauf, dass der Contractor nur aus wichtigem Grund kündigen darf.

Preise & Änderungen während der Laufzeit

Sie zahlen monatliche Grundpreise und einen Arbeitspreis, der sich nach dem Verbrauch richtet. Die Preise können sich während der Laufzeit ändern. Achten Sie darauf, ob der Vertrag eine wirksame Preisänderungsklausel enthält.

Lieferunterbrechungen & Haftung

Die Belieferung mit Wärme liegt in der Verantwortung des Contractors. Achten Sie darauf, dass der Contractor in der Lage ist, zügig mit der Schadensbehebung zu beginnen. Dies sollte im Vertrag festgeschrieben werden.

Regelungen für das Ende der Vertragslaufzeit

Sie wissen jetzt noch nicht, ob Sie die Anlage in zehn oder 15 Jahren übernehmen wollen? Das ist normal – und sollte nicht durch eine Kaufverpflichtung vertraglich festgesetzt sein. Achten Sie auf eine flexible vertragliche Regelung.

Vertragsweitergabe

Ziehen Sie vor Ende der Vertragslaufzeit um, können Sie den Contracting-Vertrag weitergeben – das ist durchaus sinnvoll, aber nicht die einzige Option. Eine vorzeitige Vertragsbeendigung durch Entschädigung sollte möglich sein.

Fazit rund ums Thema Wärme-Contracting

Beim Wärme-Contracting mieten Sie die Heizungsanlage ohne eigene Investitionskosten, ohne Aufwand und vor allem ohne Risiko. Bei Ihnen kommt nur die Wärme an. Dafür binden Sie sich im Schnitt zehn bis 15 Jahre an einen Vertragspartner. Wärme-Contracting bietet sich für alle an, die kurzfristig nicht das Kapital für die eigene Anschaffung aufbringen können oder wollen, Wert auf gleichbleibende und damit kalkulierbare Kosten legen oder die Organisation, Installation und Wartung sowie das Risiko auslagern möchten. Nutzen Sie Ihr Geld lieber für andere attraktive Wünsche wie für die Modernisierung des Badezimmers, den Dachbodenausbau oder den schon lange überfälligen Urlaub.